Ethos des HDV

In § 3 unserer Verbandssatzung, die für uns das höchste Regelwerk darstellt, sind die ethischen Grundsätze des HDV festgelegt. Dazu bekennen wir uns als Präsidium klar und eindeutig und unsere Mitgliedsvereine haben alle bei ihrem Beitritt diese Satzung anerkannt.

Für uns bedeutet Inklusion (§ 3 Abs. 2) nicht, dass wir für Menschen mit Beeinträchtigungen eine eigene Paradart-Turnierserie ins Leben gerufen haben, sondern dass wir alle diese Personen im Liga-, Pokal- und Turnierbetrieb freundlich aufnehmen und im Spielbetrieb integrieren.

Inklusion bedeutet nach unserer Auffassung, dass wir offen aufeinander zugehen, miteinander am Oche stehen und völlig unabhängig von Alter, Geschlecht, ethnischer Herkunft, Hautfarbe, Religion und sonstigen Unterschieden gemeinsam Spaß am Dartsport haben. Das schließt unbedingt auch Menschen mit irgendeinem körperlichen Handicap ein.

Reiner Paradartsport ist gut, denn er ermöglicht dem betroffenen Personenkreis die Teilhabe am Dartsport gegen gleichfalls Betroffene. Hier gibt es keine Vorbehalte untereinander, da alle im Teilnehmerfeld auf die eine oder andere Art beeinträchtigt sind.

Das bedeutet aber NICHT, dass wir Paradarter:innen quasi „auslagern“ und sie lediglich in den Kategorien Classic (stehend / sitzend) und Inclusio an den Start gehen dürfen. Sie können auf eigenen Wunsch selbstverständlich jederzeit an den offenen Turnieren teilnehmen.
Und es gibt auch in unseren Ligen viele positive Beispiele dafür, dass Menschen mit Handicap ein fester Bestandteil ihrer Mannschaften sind und gemeinsam mit ihren nicht behinderten Teamkameraden auf Punktejagd gehen. Es zählen nur die Darts, die im Board stecken. Das ist für alle gleich.

Jegliche Ausgrenzung von Menschen mit Beeinträchtigungen lehnen wir ab!

Worte wie „der/die will doch nur Mitleid erregen“, oder „der-/diejenige kann Medikamente nehmen, die mir verboten sind“ und dafür einen Dopingtest zu verlangen, sind nicht nur sachlich falsch, sie lösen bei uns auch völliges Unverständnis und spontane Ablehnung aus. Wenn dazu auch noch der Satz fällt: „Gegen so jemanden spiele ich nicht.“, dann ist für uns das Maß voll.

Menschen mit Beeinträchtigungen sind ein vollwertiger Teil unserer Gesellschaft und auch unserer Dart-Community. Sie verdienen Respekt und Zuwendung sowie die vollständige Integration in unseren Spielbetrieb.

Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Diskriminierung und
für einen fairen und gleichberechtigten Sport.

#DartVerbindet  #DartkenntkeinHandicap

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